Ultranonmainstreamofbullshit

Words of Random
Kenji Edition

„Ich weiß schon wieder nicht was ich zocken soll. Langsam fühl ich mich echt etwas verarscht hier.“
So hallte es jeden Tag durch die Kopfhörer des Teenagers, der genervt vor seinem Pc hockte und mit seinen Freunden skypte.  Eigentlich hatte er ja genug spiele, und zocken konnte er auch gut, aber die Auswahl machte ihn fertig, und die Tatsache, das nie jemand zeit hatte mit ihm zu zocken.
Gelegentlich, wenn er nicht am Pc hockte, frönte er der reinen Extase, dem Tanzen. Sobald Musik aus Boxen drang und die Rhytmen die Luft zum vibrieren brachten, dann, in diesen Momenten, fühlte er sich frei. Frei von den Sorgen, die ihn jeden Tag durchdrangen, frei von der Sucht nach der elektronischen Unterhaltung, gelöst von all der Unfairness des Lebens. Denn dann bewegte er sich, hüpfte auf und ab, tanzte bis ihm die Luft weg blieb. Er flog meist über die Tanzfläche, atemlos, Seelenlos, komplett von der Musik eingenommen.  Dann dachte er nichtmehr. Keine Gefühle, Nichts. Alles war ausgeblendet, unwichtig wie schwer die Woche war, wie hart es an diesem einen Tag für ihn gewesen war.  Ere war nicht mehr er selbst, er verkörperte die Musik.
Doch in letzter Zeit wurde das immer seltener. Keiner mehr kam, alle hatten sich neue Clubs und Kneipen gesucht, nur noch er blieb zurück.
In den alten Hallen, dort wo er damals begonnen hatte, seine Seele zu verkaufen.
Dort würde er nicht mehr lange sein, doch diese Zeit sollte schön sein.

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